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Das vollständige Interview mit BVD-Präsident Linneweh (Dental Marketing Magazin, aktuelle Ausgabe) – Unser Geschäft ist ein professionelles Beziehungsgeschäft
07.11.2025
Im Interview mit dem Dental Marketing Magazin spricht Jochen G. Linneweh, Präsident des Bundesverbands Dentalhandel (BVD), mit Anja Kruse-Anyaegbu über die Rolle des Fachhandels in einem zunehmend komplexen Marktumfeld. Unter dem Titel „Unser Geschäft ist ein professionelles Beziehungsgeschäft“ beleuchtet er die Entwicklung des Dentalhandels vom reinen Produktvertrieb zum Allround-Dienstleister für Praxen, Kliniken und Labore – und fordert zugleich praxisnahe politische Rahmenbedingungen für die Branche.
Vom Lieferanten zum strategischen Partner
Der Dental-Handel ist heute weit mehr als ein reiner Produktanbieter, so Linneweh. Er begleitet Zahnärzte über alle Phasen ihrer beruflichen Laufbahn – von der Studienzeit über die Praxisgründung bis zur Übergabe. Zum Leistungsspektrum gehören neben technischer Ausstattung und Logistik auch betriebswirtschaftliche Beratung, Praxisdesign, IT-Support sowie die fachgerechte Wartung und Reparatur hochkomplexer Geräte. Das Prinzip „Alles aus einer Hand“ bietet entscheidende Vorteile: Ein zentraler Ansprechpartner vereinfacht Abläufe, reduziert bürokratischen Aufwand und schafft Entlastung im Praxis- und Laboralltag.
Chancen und Herausforderungen
Für Linneweh zeichnen sich mehrere Trends ab, die den Dental-Markt in den nächsten Jahren prägen werden. Ein Schlüsselthema ist die KI: Sie verändert nicht nur Diagnostik und Behandlung, sondern auch Logistik und Warenwirtschaft. KI kann helfen, Bedarfe präziser vorherzusagen und Technikereinsätze optimieren. Dennoch bleibe die persönliche Betreuung ein unverzichtbarer Erfolgsfaktor.
Auch gesellschaftliche Entwicklungen wie der wachsende Frauenanteil in der Zahnmedizin und die potenzielle Zunahme größerer Versorgungseinheiten (MVZ) tragen zu einem strukturellen Wandel bei. Darauf muss sich der Fachhandel flexibel einstellen.
Für nachhaltigen Erfolg brauchen Dental-Handel und Industrie laut Linneweh vor allem stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen und praktikable gesetzliche Vorgaben. Dann lassen sich Investitionen in Innovation, Digitalisierung und Fachkräfte nachhaltig sichern – und die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Dental-Markts erhalten.
Engagement mit Leidenschaft
Abschließend zieht Linneweh eine persönliche Bilanz: Seine jahrzehntelange Erfahrung im Dental-Markt und das Vertrauen der Branche motivierten ihn, das Amt des BVD-Präsidenten zu übernehmen.
Sein Ziel: die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Zahnärzte und -techniker auf höchstem Niveau ihre Arbeit verrichten können. Darüber hinaus möchte er das – gerade in Deutschland sehr erfolgreiche – Zusammenspiel von Handel, Industrie, Praxen, Laboren und Standesvertretungen gezielt weiterentwickeln.
Das vollständige Interview ist in der aktuellen Ausgabe des Dental Marketing Magazins erschienen und im Download-Bereich abrufbar:
Das vollständige Interview mit BVD-Präsident Linneweh (Dental Marketing Magazin, aktuelle Ausgabe) – Unser Geschäft ist ein professionelles Beziehungsgeschäft