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03.11.2026

Lösung für OPG-Röntgenfilme: Fachhandel sichert Versorgung ab Anfang November

Köln, 2.11.2026 – Die wochenlange Ungewissheit für viele analog arbeitende Zahnarztpraxen hat ein Ende: Voraussichtlich ab Anfang November 2026 werden Panoramaschicht-Röntgenfilme (OPG) im Standardformat 15 × 30 Zentimeter wieder regulär über die Mitgliedsunternehmen Altmann, dental bauer, Henry Schein, Kern und Multident des Bundesverbandes Dentalhandel e.V. (BVD) sowie weitere Unternehmen der DENTAL-UNION lieferbar sein. Damit gelingt es, die durch den unangekündigten Produktionsstopp des bisherigen Hauptlieferanten entstandene Versorgungslücke zu schließen.

Möglich wurde dieser Durchbruch durch den Einsatz aller Beteiligten. Insbesondere möchten wir uns bei der Bundeszahnärztekammer bedanken für die intensiven Gespräche, um regulatorische Hürden auszuräumen und den vielen Betroffenen konkret und schnellstmöglich zu helfen.

„Wir freuen uns außerordentlich über diesen Erfolg. Die Zusammenarbeit mit der Bundeszahnärztekammer war in dieser Ausnahmesituation von beispielhafter Schnelligkeit, Sachlichkeit und gegenseitigem Vertrauen geprägt“, betont Marcus Hoffmann, Geschäftsführer des BVD. „Durch ein abgestimmtes Agieren konnten wir das gemeinsame Ziel, den reibungslosen Praxisbetrieb und die zahnärztliche Diagnostiksicherheit flächendeckend zu gewährleisten, erreichen.“

Praxiserfahrungen für eine reibungslose Umstellung

Mit dem OPG-Film Produkt der Marke AGFA steht ein hochwertiger, grünempfindlicher Universalfilm zur Verfügung, welcher als Alternative geeignet ist. Wie bei jedem Wechsel des Filmfabrikats gilt: Das Bildresultat beim analogen OPG entsteht im Zusammenspiel von Film, Verstärkerfolie und Entwicklung. Die folgenden Hinweise geben erste Erfahrungen aus der Umstellung weiter und sollen den Praxen den Einstieg erleichtern:

  • Emulsion und Schleierdichte: Die Emulsion des AGFA-Films unterscheidet sich von der des früheren Fabrikates der Marke CARESTREAM. Das Material besitzt eine eigene charakteristische Schwärzungskurve. Gegenüber dem gewohnten Bild können sich Schwärzung und Kontrast leicht unterscheiden.
  • Prozessparameter: Die von AGFA empfohlenen Verarbeitungsparameter wie Badtemperatur und Entwicklungszeit weichen teilweise leicht von den bisher üblichen ab. Das kann sich auf Schwärzung und Kontrast auswirken.
  • Kumulative Wirkung bei gealterten Verstärkerfolien: Trifft eine durch langjährige Nutzung in ihrer Lichtausbeute reduzierte Verstärkerfolie auf einen neuen, anders abgestimmten Film, kann sich die Alterung der Folie deutlicher im Bildeindruck zeigen.

Lösungsorientierte Empfehlungen für den Praxisalltag

Für einen reibungslosen Übergang empfiehlt der BVD den Praxen folgende Schritte:

  1. Bedarfsgerecht starten: Wie bei jedem Filmwechsel empfiehlt es sich, mit der ersten Packung die erforderliche Konstanzprüfung durchzuführen und den Bestand erst danach wie gewohnt aufzubauen.
  2. Technischer Support für Verstärkerfolien: Zeigt die Konstanzprüfung, dass ältere Verstärkerfolien nicht mehr die volle Lichtausbeute liefern, stehen die BVD-Fachhändler gerne für Sie bereit. Die Serviceteams bereiten praxistaugliche Lösungen für den gezielten Austausch oder die Anpassung von Verstärkerfolien vor, sodass Praxen technisch unkompliziert nachjustieren können.
  3. Wahlfreiheit bleibt gewahrt: Unabhängig von der gesicherten analogen Versorgung bleibt die Informationsplattform unter https://bvdental.de/service/roentgenangebote/ aktiv. Praxen, die die Situation als Anlass für einen Wechsel nutzen möchten, finden dort weiterhin kuratierte Sonderaktionen führender Hersteller für Speicherfolien- und Digitalisierungsstrecken, die oft schon ab kleineren Fallzahlen wirtschaftlich tragfähig sind.

Durch das koordinierte Vorgehen von der Bundeszahnärztekammer und dem Fachhandel ist sichergestellt, dass jede betroffene Praxis ihren Weg selbstbestimmt, rechtssicher und technisch fundiert wählen kann.

Über den BVD:

Der Bundesverband Dentalhandel e.V. (BVD) vertritt die Interessen des Dentalfach- und des Versandhandels sowie der kooperativen Hersteller in Deutschland. Als nationales Mitglied des europäischen Dachverbandes ADDE (The Association of Dental Dealers in Europe) gestaltet der BVD die Rahmenbedingungen eines zukunftsfähigen und qualitätsgesicherten Dentalmarktes auf nationaler wie europäischer Ebene aktiv mit.

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